Liebe Freundinnen und Freunde in Deutschland

Ich bitte euch, eine Protestnote gegen den Bau der OCP-Ölpipeline per
e-mail, Fax oder Brief an die folgenden Adressen zu versenden. Es spielt
keine Rolle, wie kurz oder lang eure Briefe sind. Allein die Tatsache, dass
sich viele Menschen beteiligen, wird die Dinge verändern.

Bitte schreibt an die WestLB und fordert sie auf, den OCP-Kredit zurückzuziehen. Laut WestLB sind die Weltbankstandards Gegenstand des Vertrages zwischen der WestLB und OCP. Die Weltbankstandards werden aber massiv verletzt, wie auch in dem Gutachten von Dr. Robert Goodland nachzulesen ist. Das Gutachten in Deutsch kann auf der Internetseite www.lag3w.de heruntergeladen werden.

Bitte schreibt an den Aufsichtsratsvorsitzenden der WestLB, Herrn Lüthje,
und fordert ihn auf, sich aus dem OCP-Projekt zurŸck zu ziehen.
Hauptniederlassung
WestLB AG
Herzogstraße 15
40217 Düsseldorf
Tel.: (0211) 826-01 Fax: (0211) 826-6119
presse@westlb.de

Wenn ihr regelmäßig über die Kampagne informiert werden wollt, könnt ihr euch unter regenwald@lag3w.de in einen email- Verteiler aufnehmen lassen.

2. Bitte schreibt an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Herrn
Peer Steinbrück, da das Land Miteigentümer der WestLB ist.
Adresse: Ministerpräsident Peer Steinbrück, Stadttor, 40213 Düsseldorf, Telefon: 0211-83701, Fax: 0211-8371170, email: poststelle@stk.nrw.de

Bitte schreibt an Harald Schartau. Er ist Vorsitzender des Landesvorstandes der NRW-SPD und Minister für Wirtschaft. Er sitz im Verwaltungsrat der Landesbank NRW, deren 100 %ige Tochter die WestLB AG ist.

Harals Schartau
SPD Landesverband NRW
Kavalleriestr. 16
40213 Düsseldorf
Telefon 0211/ 136220
info@nrwspd.de

4. Bitte schreibt an den Präsidenten von Ecuador und schickt eine Kopie an
den Energieminister und die Umweltgruppe 'Accion Ecologica' natwe@uio.satnet.net und fordert sie auf:
- den Kontrakt zwischen der Regierung von Ecuador und dem OCP-Konsortium
aufzulösen, weil mit diesem Vertrag die Menschenrechte der inidgenen Völker
mißachtet und die Umwelt zerstört wird;
- die Expansion im Ölgrenzgebiet zu beenden, mit der geschützte Gebiete und
die Ureinwohner dort bedroht sind.

Presidente Lucio Gutiérrez`
Despacho Presidencial
Calle García Moreno y Chile
Quito - Ecuador
Tel: 593 22 580833 Fax: 593 22 580 748
Email: karina.giler@presidencia.gov.ec

Ing. Carlos Arboleda Heredia
Ministro de Energías y Minas
Calle Juan León Mera y Orellana, Ed. Ministerio de Obras Públicas
Quito - Ecuador
Tel: 593 22 553043 Fax: 593 22 906350

Accion Ecologica: natwe@uio.satnet.net

Bitte nehmt Kontakt mit dem IWF auf und fordert ihn auf, Ecuador seine
Schulden zu erlassen im Austausch dafür, dass Ecuador die Regenwälder des
Amazonas und dessen Ureinwohner schützt.

International Monetary Fund,
Attn Horst Koehler, Managing Director.
700 19th Street, N.W.,
Washington, D.C. 20431,
USA
Tel: 1 202 623-7300 Fax: 1 202 623-6278
Anoop Singh, Director of the Western Hemisphere Department
Tel 1 202 623 6222. fax 1 202 623 7499
publicaffairs@imf.org, hkoehler@imf.org, asingh@imf.org

Please protest EnCana, Canadian oil company with 34% - the biggest stake in OCP:
gwyn.morgan@encana.com, andy.patterson@encana.com, dick.wilson@encana.com

Mehr Informationen auf Englisch findet ihr unter: www.rainforestinfo.org.au
und dort unter "What You Can Do" zu OCP.
Danke!

Für die Erde

John Seed

www.regenwald.org

www.pro-regenwald.org/

www.urgewald.de

www.amazonwatch.org (click on "mega projects")

www.rainforestinfo.org.au

www.accionecologica.org

www.oilwatch.org.ec


Öldossier: Giftiges Wasser, schmutziges Geld
Seit Sommer 2001 bauen sechs internationale Ölgesellschaften in Ecuador eine
politisch umstrittene Pipeline. Das Projekt zerstört nicht nur ökologisch
wertvolle Landschaften. Es exportiert auch den Reichtum des Landes, ohne
dass seine Einwohner davon profitieren. Vor allem beschädigt das Projekt die
demokratischen Institutionen und es verschiebt das Machtungleichgewicht im
Staate noch weiter zugunsten der privaten Ölgesellschaften.
Über diese vielfältigen Dimensionen hat die Medienorganisation GlobalAware
eine politische Diashow sowie das Öldossier "Giftiges Wasser, schmutziges
Geld" auf einer CD-ROM produziert. Mithilfe unserer Diashow können sich
Interessierte ein Bild machen. Im Öldossier untermauern wir unsere Thesen
und lassen die Akteure selbst zu Wort kommen. Mit den zahlreichen
Dokumenten, Graphiken und Zeitungsberichten ist die CD-ROM ein umfassendes
Nachschlagewerk in Sachen Pipeline. Sie eignet sich für Erwachsenenbildung
und Schulunterricht gleichermaßen und kann per Beamer an die Wand projiziert
werden.
Beide Medien sind auf einer CD-ROM erhältlich und können unter
www.GlobalAware.org zu einem Preis von 10 € plus Versandkosten) bestellt
werden.
Kontakt: mike@GlobalAware.org bestellungen@GlobalAware.org
www.GlobalAware.org


Spiegel online, 10.04.2003


ÖLKATASTROPHE AM AMAZONAS

Pipeline-Bruch verseucht Naturschutzgebiete

Der Bruch einer Öl-Pipeline in Ecuador hat die Trinkwasserversorgung der
Hauptstadt Quito gefährdet und zwei besonders empfindliche
Naturschutzgebiete verseucht. Kritiker machen eine nahe gelegenes
Pipeline-Projekt, das die WestLB finanziert, dafür verantwortlich.

Quito - Etwa 8000 Barrel Erdöl seien in den Fluss Sucus-San gelangt und von
dort in die Lagune von Papallacta geflossen, teilten die Behörden mit. Die
Lagune sei zu 70 Prozent von einem Ölteppich bedeckt und die
Trinkwassergewinnung sei unterbrochen. Die nördlichen Bezirke Quitos würden
nun aus einer Notquelle versorgt. Das Öl habe zudem schwere Schäden in der
Pflanzen- und Tierwelt der Anden angerichtet, schrieb die Zeitung "El
Comercio".

Die nationale Öl-Gesellschaft Petroecuador machte das Baukonsortium der in
diesem Bereich parallel verlaufenden neuen Öl-Pipeline OCP für die Havarie
verantwortlich. Der Einsatz von schweren Baumaschinen und die Verschiebung
der alten Sote-Pipeline um mehrere Meter hätten am Dienstag eine Schweißnaht
brechen lassen.

Das OCP-Konsortium, das unter anderem von der Westdeutschen Landesbank
finanziert wird, wies die Kritik zurück. Die Bauarbeiten seien in diesem
Bereich schon vor einem Jahr beendet worden, berichtete die Zeitung "La
Hora" unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.
Die Sote-Pipeline ist 500 Kilometer lang und verläuft aus den Urwaldgebieten
im Osten des Landes über die Anden bis zum Pazifik - eine der artenreichsten
Gegenden der Welt. Seit ihrer Inbetriebnahme vor 32 Jahren ist sie schon
Dutzende Male gebrochen und hat schwere Umweltschäden verursacht.


Grüne: "Katastrophe, vor der wir immer gewarnt haben"

Umweltverbände und Politiker der Grünen in Deutschland warnen seit langem
vor unkalkulierbaren Risiken. "Das ist die Katastrophe, vor der wir immer
gewarnt haben", klagt Ute Koczy von den Grünen im Düsseldorfer Landtag nach
bekannt werden der Umweltkatastrophe. Jetzt beweise sich, dass die Firmen
vor Ort überhaupt nicht auf Unfälle vorbereitet seien.

Reinhard Loske, stellvertretender Vorsitzender der Grünen im Bundestag,
fordert eine Überprüfung der Trassenführung durch die WestLB: "Die Bank
setzt ihren Ruf und den Ruf des Landes Nordrhein-Westfalens aufs Spiel, wenn
sie nach dem Öl-Unfall weitermacht, als sei nichts geschehen." Das mindeste
sei, "die Trasse der OCP-Pipeline so zu ändern, dass hochsensible und
schützenswerte Gebiete umgangen werden."
Loske fordert die WestLB auf, den Acht-Punkte-Plan des ehemaligen
Weltbank-Experten Robert Goodland umzusetzen, der schon vor Wochen eine
Veränderung der Trassenführung in dem Gebiet gefordert hat, das jetzt zum
Schauplatz der Umweltkatastrophe geworden ist.
Für Loske spielt es im übrigen keine Rolle, ob nun wirklich
Baustellenverkehr für die neue Pipeline zum Bruch der Alten geführt hat,
entscheidend wäre, das verheerende Ergebnis: "Eine Ölpipeline hat in einem
Trinkwassergebiet nichts zu suchen." Die Verteidigungslinie der WestLB, sich
immer an die Kriterien der Weltbank zu halten, nennt Loske "einen Witz".